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Autonome Wohnprojekte durch städtische Verkaufspolitik gefährdet!

Von Seiten der Stadt Hamburg gibt es Bestrebungen, autonome Wohnprojekte zu privatisieren, sie an die SAGA oder andere private Investoren zu verkaufen. Den Projekten werden Angebote mit Konditionen unterbreitet, die sie nicht erfüllen können, bzw. deren Erfüllung die Besonderheiten der Projekte stark gefährden. Abgelaufene Verträge werden in der Schwebe gehalten, Verhandlungen mit privaten Interessenten unverhohlen zugegeben.

Für uns als Wohnprojekte der Anlass, uns zusammen zu schließen und als Teil der „Recht auf Stadt“ Bewegung dagegen vorzugehen. Die Projekte sind vor vielen Jahren auf der Straße gegen den teilweise erheblichen Widerstand privater und städtischer Institutionen durchgesetzt worden – sie werden auch jetzt nicht kampflos aufgegeben!

Sie wurden von ihren Bewohner_innen und Unterstützer_innen saniert und instand gehalten und bieten nun einer Vielzahl von Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen die Möglichkeit selbstbestimmten und unabhängigen Lebens/Wohnens. Daneben sind die meisten von ihnen durch verschiedenste Angebote in ihren Vierteln fest integriert: VoKü, Werkstätten, Proberäume, Babytreffs, Druckwerkstätten, Ausstellungsräume, Ateliers, Kulturfestivals, Kinderfeste, Beratungsangebote u.v.m. Mit dem Verschwinden der Projekte würden wertvolle soziale und kulturelle Angebote der Viertel verloren gehen.

Unsere Projekte sind keine Verhandlungsmasse. Sie sind essentieller Bestandteil gewachsener Strukturen der jeweiligen Viertel und werden nicht zur Bilanzverbesserung scheinprivater Konstrukte der Politik wie Steg oder SAGA dienen. Wann immer ein Projekt verkauft werden soll, wird dieses nicht alleine stehen. Wir werden gemeinsam für die Interessen der angegriffenen Projekte eintreten, um sie dauerhaft als bezahlbaren, selbstverwalteten Wohnraum zu erhalten.

Dachverband autonomer Wohnprojekte
selbstverwaltet – selbstbestimmt – solidarisch